Partnerschaften

Eine länger dauernde Partnerschaft mit einer Gemeinde in einem Entwicklungsland ermöglicht nicht nur eine direkte Unterstützung von Trinkwasserprojekten, sondern bereichert beide Partner in menschlicher und kultureller Hinsicht. Von den Beteiligten erfordert eine Partnerschaft ein intensives und längerfristiges Engagement in personeller und finanzieller Hinsicht. 

  • Gemeinden oder Wasserversorgungen, die gerne eine Partnerschaft aufbauen möchten, werden von Solidarit’eau Suisse unterstützt und beraten. Dazu gehören auch das Identifizieren von möglichen Partnergemeinden und die konkrete Unterstützung im Aufbau der Partnerschaft. 
  • Partnerschaften werden von der DEZA mit ergänzenden finanziellen Mitteln unterstützt.

Partnerschaft Lausanne – Nouakchott

Eine Partnerschaft zwischen Lausanne und der Gemeinde Nouakchott (Hauptstadt Mauretaniens) wurde 2009 gegründet und ist ein Paradebeispiel für eine langanhaltende, erfolgreiche Zusammenarbeit. Es wurden bereits zahlreiche Aktivitäten durchgeführt, um den Wasserzugang der Bevölkerung in Nouakchott zu verbessern. Lausanne leitet das Projekt und kann dabei auf die Unterstützung von zahlreichen Partnergemeinden zählen.

Bisherige Meilensteine der Partnerschaft:

  • 95’000 Begünstigte
  • Wasserleitungen in der Länge von mehr als 120 Kilometer wurden verlegt
  • mehr als 4’000 Anschlüsse wurden etabliert
  • 11 Trinkbrunnen wurden gebaut
  • 3’500 Schülerinnen und Schüler erhielten Zugang zu sauberem Wasser
  • 50 Toiletten wurden in Schulen und Gesundheitszentren gebaut und unterhalten
  • 4 Kampagnen wurden realisiert, um auf die lokale Wasserproblematik aufmerksam zu machen

Partnerschaft Lugano – Hawassa

Die Partnerschaft wurde im Jahr 2022 zwischen der Gemeinde Lugano und der Region Hawassa in Äthiopien geschlossen. Die Partnerschaft konzentriert sich auf die Umsetzung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser und die Förderung guter Hygienepraktiken. Eine gemeinsam mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und SUPSI durchgeführte Masterstudie zeigte eine schlechte Wasserqualität auf: eine starke Verunreinigung durch Fäkalien im Haushalt. Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Wasserqualität durch Desinfektion und die Förderung besserer Hygienepraktiken.

Bisherige Errungenschaften der Partnerschaft:

  • 10’000 begünstigte Personen
  • die Wasserqualität wurde stark verbessert
  • die Wasserverfügbarkeit wurde ausgebaut und die Zufriedenheit der Nutzer erhöht
  • die Hygienepraktiken der ortsansässigen Bevölkerung wurde nachhaltug verbessert

Nach oben