Mauretanien Afrika

Eine solidarische Partnerschaft mit Nouakchott (PCEA)

Die Stadt Nouakchott (Mauretanien) steht aufgrund ihrer geografischen Lage, ihrer extrem schnellen Urbanisierung und der starken Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere der Versandung, vor enormen Herausforderungen. Von den 1,2 Millionen Menschen in der Stadt ist weniger als ein Drittel der Bevölkerung an das Wassernetz angeschlossen. Viele Menschen sind gezwungen, sich mit Wasser aus Tankwagen oder von kleinen Wasserhändlern (Karrenfahrern) zu versorgen. Zugang zu Wasser zu haben, ist für zwei Drittel der Bevölkerung, die mit weniger als 25 Litern Wasser pro Tag und Person auskommen müssen, noch immer unvorstellbar. Die Verteilung von Wasser ist daher von Ungleichheiten hinsichtlich des Zugangs, des Preises und der Qualität geprägt.

Seit mehr als zehn Jahren werden in dieser Stadt Infrastrukturen aufgebaut, um den Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen zu erleichtern. Die Partnerschaft zwischen den solidarischen Schweizer Gemeinden und der Region Nouakchott sowie die Unterstützung von Partnern bewirken wichtige Veränderungen in Tarhil, einem der ärmsten Vorstadtviertel der Stadt.

Die Projektphase umfasste den Ausbau des Wassernetzes in einem Teil der Stadt, den Bau von gemeinschaftlichen Wasserstellen, die Subventionierung des Anschlusses von Haushalten und einigen Schulen an das Wassernetz, die Sensibilisierung der Bevölkerung für Wasserprobleme, den Bau von Toiletten in Schulen und Gesundheitszentren sowie die Ausbildung von Nutzern und Verwaltern.

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Projektziele und Auswirkungen

Das übergeordnete Ziel ist es, den Zugang zu Wasser und zu sanitären Einrichtungen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen in der Stadt Nouakchott zu verbessern.
Die genauen Ziele sind wie folgt:

  • Verbesserung des Zugangs zu Wasser und der Wasserqualität für benachteiligte Bevölkerungsgruppen im Gebiet Tarhil durch den Ausbau des Wassernetzes, die Subventionierung von Haushaltsanschlüssen an das Netz und die Einrichtung von zwei neuen Trinkbrunnen. Der Zugang zu Wasser wird auch für Schüler in benachteiligten Vierteln durch den Anschluss von 16 Schulen an das Wassernetz verbessert.
  • Die Bewohner im Tarhil-Gebiet, insbesondere die Schüler, werden für Wasserprobleme sensibilisiert (Hygiene, Verunreinigung im Wassernetz, Wasserverschwendung).
  • Schulung der Verbraucher und Verwalter der im Rahmen der Partnerschaft gebauten Öko-Toiletten bezüglich der korrekten Nutzung und Wartung.
  • Verbesserung des Zugangs zu sanitären Einrichtungen in Schulen und Gesundheitszentren in Riad.
  • Stärkung der Managementfähigkeiten der Umweltabteilung der CUN sowie der Gemeinden, insbesondere Riyadh, zur Verbesserung des Wasser- und Sanitärverbrauchs.Die Erreichung der Ziele wird wie folgt gemessen / quantifiziert:Die Techniker in Lausanne und den Westschweizer Gemeinden sollen auf die Problematik der Entwicklungsländer sensibilisiert werden, indem sie in die Umsetzung des Projekts einbezogen werden. Diese Partnerschaft soll Lausanne und den Schweizer Partnergemeinden auch ermöglichen, ihre Verbraucher für die Wasserproblematik zu sensibilisieren und sie auf die Qualität der bezogenen Dienstleistungen aufmerksam zu machen.

Solidarische Gemeinde(n):

  • Apples/
  • Attalens/
  • Charrat/
  • Compagnie des eaux Worben – Seeländische Wasserversorgung (SWG)/
  • Cossonay/
  • Epalinges/
  • Estavayer/
  • Jouxtens-Mézery/
  • Jussy/
  • La Chaux/
  • La Menthue/
  • Lausanne/
  • Le Mont-sur-Lausanne/
  • Les Boucaniers SA/
  • Lutry/
  • Martigny-Sinergy/
  • Morges/
  • Nyon/
  • Pomy/
  • Pully/
  • Villaz/
  • Wasserverbund Seeland AG/

Dank dieser Unterstützung konnten wir dieses Projekt erfolgreich finanzieren!

«Durch den täglichen Austausch über technische (Schulung zur Lecksuche, Schulung zur Montage eines Hausanschlusses usw.) und organisatorische Aspekte (Verbesserung des internen Managements und Verwaltung der Wasserdatenbank) lernen wir enorm viel voneinander. Die Mitarbeiter in Lausanne und Mauretanien arbeiten Hand in Hand, um die Projektaktivitäten voranzutreiben.»

Vanessa Godat, Verantwortliche für die Partnerschaft mit Nouakchott für das Wasseramt

Projektdetails


Anzahl Begünstigte Trinkwasser: 26600 Personen

Anzahl Begünstigte Sanitäre Anlagen: 42000 Personen

Projektdauer: 10.2015 – 01.2019


Organisation: Service de l’eau – Ville de Lausanne


Beantragte Mittel via SES: 442’859 CHF

Gesammelter Solidaritätsbeitrag: 1’017’635 CHF


Empfehlung durch Aguasan:

Der Vorschlag ist kohärent und umfassend. Das Projekt unterstützt den Ausbau des öffentlichen Trinkwasserversorgungsnetzes in enger Zusammenarbeit mit den gewählten Vertretern und den lokalen technischen Diensten. Das Projekt kann große positive Auswirkungen für die Stadt Nouakchott haben. Die Stadtverwaltung von Nouakchott, die einen finanziellen Beitrag leistet, ist ein legitimer und engagierter Partner. Der Wissensaustausch zwischen der Stadt Lausanne und der Stadt Nouakchott sowie die Überwachung des Projekts durch den Service de l’eau sind ebenfalls Stärken des Projekts. Die Finanzierung wird daher empfohlen.


Wichtige Endergebnisse

  • Im Außenbezirk Tarhil wurden Wasserleitungen in der Länge von 18 Kilometer verlegt und 498 Personen über einen Privatanschluss an das Wassernetz angeschlossen.
  • Es wurden zwei Hydranten errichtet. Die 2 Betreiber wurden in der Verwaltung und Wartung des Hydranten (Betrieb, Pflege und Instandhaltung) geschult.
  • 16 Schulen wurden an das Trinkwassernetz angeschlossen: 16 Tanks wurden gebaut, um den Schulen einen besseren Wasserzugang zu ermöglichen. Vier Blöcke mit je vier Latrinen wurden in zwei Schulen errichtet. Eine Latrine wurde im Büro der Elternvereinigungen des Departements gebazt; die Verwalter wurden in der Wartung und Instandhaltung der Infrastruktur geschult.
  • In drei Gesundheitszentren wurde die Abwasserinfrastruktur saniert oder neu gebaut.
  • Es wurde eine Hygieneaufklärungskampagne für die Bevölkerung und Schulen durchgeführt, die etwa 42.000 Menschen erreichte, darunter 8.500 Schüler und 250 Personen, die in Schulen und Gesundheitszentren arbeiteten.
  • Die Stadtgemeinschaft Nouakchott wurde in den Bereichen Bau, Management und Qualität sowie bei der Umsetzung ihrer Wasser- und Sanitärstrategie (Aktionsplan und Monitoring-Indikatoren) gestärkt. Die SNDE wurde bei der Ausbildung ihrer Klempner unterstützt.
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