Mosambik Afrika

Oratta, Trinkwasser und Hygiene in Kleinstädten von Mosambik

Das Projekt Oratta unterstützt sechs Distrikte von Cabo Delgado und Nampula beim Ausbau ihrer Trinkwassersysteme. Gleichzeitig schult das Projektteam die Behörden, lokale Wasserkommissionen und Unternehmen, damit sich auch bei bereits bestehenden Wasserversorgungen die Zuverlässigkeit und Qualität verbessern. Oratta verbessert aber auch die sanitäre Grundversorgung und fördert Hygiene in den Schulen, denn nur so kann sich die Bevölkerung vor Krankheiten schützen, die durch verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene übertragen werden.

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Projektziele und Auswirkungen

Oberziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen der benachteiligten Bevölkerung in ländlichen Gebieten und Vorstädten im Norden Mosambiks durch Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Die Bevölkerung in 80 Siedlungen, Vororten und städtischen Quartieren hat Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und Hand-waschvorrichtungen. Die Behörden, Privatsektor und dörfliche Wasser- und Hygienekomitees sind fähig, nachhaltige und qualitativ gute Dienstleistungen zu erbringen. Die Rahmenbedingungen für Wasserversorgung und Siedlungshygiene sind verbessert.

Das Projekt trägt zur Verbesserung der Lebensbedingungen, insbesondere der am meisten benachteiligten Bevölkerung in den ländlichen und halbstädtischen Gebieten im Norden Mosambiks bei. Das wird sich dadurch zeigen, dass die Menschen weniger an Krankheiten leiden, die durch verschmutztes Wasser ausgelöst werden, oder dass Frauen und Mädchen weniger Zeit mit Wasser holen, verbringen müssen und vor allem Mädchen dadurch zur Schule gehen können. Und vor allem trägt es zur Würde der betroffenen Menschen bei.

Aktualisierung der Aktivitäten 2024:
Im Laufe des Jahres 2024 hat das Programm die 2023 begonnenen Fortschritte konsolidiert und ausgebaut und seine Präsenz auf lokaler und nationaler Ebene verstärkt. Die Aktivitäten haben
wesentlich zur Verbesserung des Zugangs zu sauberem Wasser und zur Förderung der sanitären Versorgung beigetragen, wobei der Schwerpunkt auf Schulen und städtischen Gebieten lag. Der partizipative Ansatz und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Institutionen haben zur Verankerung der geförderten Praktiken beigetragen, während das Engagement für die Dokumentation und den Erfahrungsaustausch die Grundlage für eine breitere Verbreitung bewährter Praktiken geschaffen hat. Insgesamt befindet sich das Projekt trotz der Rückschläge durch klimatische Ereignisse und die Auswirkungen der Binnenmigration in einer fortgeschrittenen Phase und im Einklang mit den vorgesehenen Zielen.

 

Solidarische Gemeinde(n):

  • Coldrerio/
  • Cugnasco-Gerra/
  • Frenkendorf/
  • Locarnese Ente Acqua/
  • Minikus Vogt & Partner/
  • Sorengo/
  • Technische Betriebe Flawil/
  • Therwil/
  • Vezia/

Projektdetails


Anzahl Begünstigte Trinkwasser: 10000 Personen

Anzahl Begünstigte Sanitäre Anlagen: 35050 Personen

Projektdauer: 12.2021 – 12.2026


Organisation: Helvetas


Beantragte Mittel via SES: 89’000 CHF


Empfehlung durch Aguasan:

Aufgrund der Relevanz des Projektes für die benachteiligte Bevölkerung in Mozambik und dem guten institutionellen und Schulungsansatz unter Einbindung der lokalen Behörden, Wasserkomitees, Unternehmen und dem Fokus auf Schulen mit erprobtem Ansatz wird empfohlen, das Projekt zu fördern. Gewisse Aspekte bleiben im Antrag jedoch unklar und sollten in der Projektberichterstattung und potentiellen Neuanträgen mit einbezogen und im Detail ausgeführt werden.


Wichtige Endergebnisse

Im Jahr 2025 erzielte Ergebnisse:

Zugang zu Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und Möglichkeiten zum Händewaschen

  • 5 errichtete Wasserversorgungsanlagen und 61 sanierte Brunnen: Diese verbessern nachhaltig den Zugang zu sicherem Wasser für 31’075 Menschen und reduzieren den Zeitaufwand für die Wasserbeschaffung sowie gesundheitliche Risiken.
  • Maßnahmen in 10 Schulen (15’052 Schüler): Einrichtung oder Verbesserung von Wasserstellen und sanitären Einrichtungen, was zu gesünderen und inklusiveren Lernbedingungen beiträgt.
  • Sensibilisierungskampagnen (43’105 erreichte Personen): Förderung korrekter Hygieneverhalten (Händewaschen, Benutzung von Latrinen), die für die Vorbeugung von Krankheiten unerlässlich sind.
  • 203 gebaute private Latrinen (1’015 Begünstigte): Verbesserung des Zugangs zu menschenwürdigen sanitären Einrichtungen auf Haushaltsebene, wodurch die Gesundheitsbedingungen und die Privatsphäre verbessert werden.

Langfristige Verfügbarkeit hochwertiger Dienstleistungen

  • 2 Stadtverwaltungen setzen den CLUES-Ansatz (Community-Led Urban Environmental
  • Sanitation) um, der die Planung und Verbesserung der sanitären Versorgung im städtischen Raum durch die aktive Einbindung von Gemeinden, lokalen Behörden und privaten Akteuren fördert.
  • 2 Bezirke (Chiúre und Eráti) setzen den partizipativen Jahresplan mit einem transparenten und gemeinsamen Entscheidungsprozess um.
  • 63 öffentliche Anhörungen in den Bezirken Chiúre und Eráti: Sie stärken die Beteiligung der Gemeinschaft und die Transparenz bei Entscheidungen zu Wasser und Hygiene.
  • 14 private Betreiber und 7 Handwerksverbände wurden geschult: Sie fördern die Entwicklung lokaler Dienstleistungen (Bau von Latrinen, Instandhaltung) und machen das System nachhaltiger und autonomer.
  • 145 Lehrkräfte wurden zu den Themen Wasser und Hygiene geschult: Sie integrieren diese Themen in den Schulunterricht und beeinflussen so das langfristige Verhalten der nächsten Generationen.
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