Bangladesch Asien

Verbesserung der Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Hygiene in den Distrikten Kurigram und Barguna in Bangladesch

In Bangladesch stieg der Zugang zu sicheren Trinkwasserquellen von 74 % im Jahr 1990 auf 82 % im Jahr 2011, während der Zugang zu verbesserten sanitären Einrichtungen von 34 % auf 55 % anstieg. Der Anteil der Menschen, die ihre Notdurft im Freien verrichten, ging von 33 % im Jahr 1990 auf 6 % im Jahr 2009 zurück.
Diese Zahlen zeigen die erzielten Fortschritte, verdeutlichen aber auch die verbleibenden Lücken bei der Gewährleistung des Zugangs zu sicherem Wasser und sanitären Einrichtungen. Wasser- und fäkalienbedingte Krankheiten wie Durchfall, Wurmbefall und Atemwegserkrankungen sind in Bangladesch nach wie vor ein großes Gesundheitsproblem. Die gesundheitsbedingten wirtschaftlichen Verluste aufgrund unzureichender sanitärer Einrichtungen belaufen sich in Bangladesch auf 5,3 % des BIP. UNICEF berichtet, dass wirksame Praktiken des Händewaschens in den ärmsten Familien unüblich sind. Darüber hinaus waschen sich die meisten Menschen nach dem Stuhlgang nicht die Hände mit Wasser und Seife. Die Kombination aus verbesserten Wasser- und Sanitäreinrichtungen und Händewaschen mit Seife würde Durchfallerkrankungen um 99 %, Ruhr um 90 % und Darmwürmer um 51 % reduzieren. Folglich ist die Verbesserung der sicheren Wasserversorgung, der Sanitäreinrichtungen und der Hygienepraktiken ein zentraler Schlüsselbereich für die Verbesserung des Gesundheitszustands der Bevölkerung von Bangladesch.

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Projektziele und Auswirkungen

Terre des hommes wird auf verschiedenen Ebenen eng mit der Regierung zusammenarbeiten. Regierungsinstitutionen wie Wasserausschüsse auf Gemeinde- und Bezirksebene werden gestärkt. Gleichzeitig werden sich die Aktivitäten von Tdh eng an der Politik der Regierung orientieren, z.B. an der Strategie der Kostenteilung , die eine schrittweise Erhöhung der finanziellen Beteiligung der Nutzer an der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung vorsieht und dadurch die Eigenverantwortung und die soziale Würde der Empfänger stärkt.
Die Hygieneförderung als Hauptbestandteil des Tdh-Konzepts wird die Zielbevölkerung durch die Verbesserung des Hygienewissens und der Hygienepraxis stärken. Wichtige lokale Akteure (Zivilgesellschaft, Privatsektor, lokale Regierung, lokale politische und religiöse Eliten) werden mobilisiert, um die Wissensvermittlung zu unterstützen und die Gemeinschaft zur Instandhaltung der Wasser- und Sanitäreinrichtungen zu motivieren.

Solidarische Gemeinde(n):

  • Les Ponts-de-Martel/
  • Saint-Imier/
  • Val de Bagnes/
  • Wasserversorgung Herisau/

Dank dieser Unterstützung konnten wir dieses Projekt erfolgreich finanzieren!

Projektdetails


Anzahl Begünstigte Trinkwasser: 17662 Personen

Anzahl Begünstigte Sanitäre Anlagen: 20162 Personen

Projektdauer: 01.2014 – 12.2017


Organisation: Terre des hommes


Beantragte Mittel via SES: 238’770 CHF

Gesammelter Solidaritätsbeitrag: 46’000 CHF


Empfehlung durch Aguasan:

Der Projektvorschlag ist kohärent. Das Konzept, insbesondere die starke Beteiligung der Gemeinden, die Erneuerung der Wasserversorgung und der Wasserversorgung ist überzeugend. Wir empfehlen die Finanzierung des Projekts.


Wichtige Endergebnisse

  • Die Waschinfrastruktur wurde ausgebaut: Trinkwasser, angemessene sanitäre Einrichtungen und Handwaschanlagen wurden gebaut/rehabilitiert
  • Stärkung der WASH-Kapazitäten: Die wichtigsten lokalen Akteure (lokale Gemeinschaften/Zivilgesellschaft, Privatsektor, Kommunalverwaltung) wurden mobilisiert und geschult, um Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsdienste effektiv zu planen, umzusetzen, zu verwalten, zu betreiben, zu warten und zu überwachen.
  • Hygieneverhalten: Die Bevölkerung im Zielgebiet ist sich der Bedeutung einer guten Sanitär- und Hygienepraxis bewusst.
  • Wissensaustausch: Die Erfahrungen des Konsortiums wurden ausgetauscht, zusammengestellt, dokumentiert und verbreitet.
  • Evidenzbasis für die Politik: Die bewährten Verfahren und Ansätze des Konsortiums erweiterten die Evidenzbasis für die Interessenvertretung und den politischen Dialog.
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