Klimaresiliente Wassergewinnung durch Frauen im Andenhochland
In den Hochlandregionen Boliviens und Perus bedrohen Klimawandel, Trockenperioden und schwindende Wasserreserven zunehmend die Lebensgrundlagen indigener Gemeinschaften. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen verbessert Mission 21 den Zugang zu sauberem Wasser durch Quellschutz, Regenwasserspeicherung, Bewässerungssysteme und Aufforstung.
Das Projekt verbindet traditionelles Wissen der Anden mit nachhaltigen Technologien und stärkt insbesondere Frauen und Jugendliche in ihrer Rolle als Verantwortliche für Wassermanagement und Klimaanpassung. Rund 1’200 Menschen profitieren direkt von einer verbesserten Wasserversorgung, höherer Ernährungssicherheit und stärkeren lokalen Strukturen.

Projektziele und Auswirkungen
Das Projekt verfolgt das Ziel, die Verfügbarkeit und nachhaltige Nutzung von Wasser in den Hochlandregionen des Titicacasee-Beckens zu sichern und die Klimaresilienz der Gemeinden zu stärken. Dafür werden drei zentrale Output-Bereiche umgesetzt:
Output 1: Planung, Schulung und Beratung von Gemeinden
Lokale Wasserkomitees, Frauennetzwerke, Jugendliche sowie Behörden werden aufgebaut, geschult und begleitet. Durch partizipative Planung, Kartierungen und Schulungen im Wassermanagement werden Kompetenzen gestärkt und lokale Strukturen für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement gefestigt.
Output 2: Schutz und Aufbau von Wasserinfrastruktur und Ökosystemen
Quellen werden geschützt, Bewässerungssysteme und Regenwasserspeicher ausgebaut sowie Versickerungsgräben und Rückhaltebecken angelegt. Zusätzlich werden Aufforstungen durchgeführt und traditionelle Methoden der Wasserspeicherung («Siembra y Cosecha de Agua») revitalisiert, um den natürlichen Wasserhaushalt zu stabilisieren.
Output 3: Wissensaustausch und regionale Vernetzung
Der Austausch zwischen Gemeinden und Partnerorganisationen wird durch Lernreisen und Peer-to-Peer-Learning gefördert. Dadurch werden bewährte Praktiken verbreitet und die langfristige Pflege und Weiterentwicklung der Wasserschutzgebiete sichergestellt.
Die Wirkung zeigt sich in einer verbesserten Wasserversorgung für Haushalte und Landwirtschaft, einer gestärkten Ernährungssicherheit, einer höheren Beteiligung von Frauen sowie einer langfristigen ökologischen Stabilisierung der Wasserressourcen im Projektgebiet.
Projektdetails
Anzahl Begünstigte Trinkwasser: 1200 Personen
Projektdauer: 01.2026 – 12.2028
Organisation: Mission 21
Weitere(r) Projektpartner: Fundación Machaqa Amawta (FMA), Bolivien Fundación para la Promoción del Desarrollo Integral y Sostenible en Áreas Rurales (PRODIASUR), Bolivien Centro Ecuménico de Promoción y Acción Social (CEDEPAS Peru), Peru
Beantragte Mittel via SES: 200’000 CHF
Empfehlung durch Aguasan:
«Ich empfehle die Finanzierung dieses Projekts. Die Methodik ist solide und die vorgeschlagenen Lösungen sind angemessen für das identifizierte Problem. Mission 21 beabsichtigt eindeutig, eine unterstützende Rolle gegenüber den drei Organisationen (FMA/Bolivien, PRODIASUR/Bolivien, CEDEPAS/Peru) einzunehmen, die von der Finanzierung profitieren werden, anstatt einen eher top-down Ansatz zu verfolgen (der nicht angemessen wäre). Der beantragte Finanzierungsbetrag erscheint für jedes Jahr realistisch, und Mission 21 hat bereits eine sorgfältige Planung im Einklang mit den eigenen Zielsetzungen durchgeführt.»





