Sambia Afrika

Zukunft beginnt mit Wasser: Öffentliche Wasserversorgung in Sambia

Das Projekt verbessert den Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser in schnell wachsenden Kleinstädten in Sambia. Dafür gründet WfW das Sozialunternehmen „Miombo Water Supply“, das unter der Lizenz des öffentlichen Wasserversorgers SWSC tätig ist. Bestehende Wassersysteme werden repariert und ausgebaut, damit mehr Menschen zuverlässig mit Wasser versorgt werden können – auch in Zeiten von Dürre oder Stromausfällen. Gleichzeitig wird in Solarenergie investiert, um die Versorgung langfristig günstiger und unabhängiger zu machen. Das Projekt erreicht Menschen in einkommensschwachen und bisher wenig unterstützten Regionen. Durch einen nachhaltigen Betriebsansatz und Weiterbildungen für Fachkräfte sowie praktische Berufsausbildung für Student*innen wird sichergestellt, dass die Wasserversorgung auch langfristig funktioniert und bezahlbar bleibt.

Karte vergrössern

Projektziele und Auswirkungen

Bis Ende 2028 werden in sieben schnell wachsenden Kleinstädten in Sambia bestehende Wasserversorgungssysteme rehabilitiert und neue Systeme aufgebaut. Rund 34’000 Menschen erhalten dadurch Zugang zu sicherem Trinkwasser.

Das Projekt pilotiert ein innovatives, clusterbasiertes Public-Private-Partnership-Modell für die Wasserversorgung mit dem Ziel, dieses langfristig zu etablieren und auf weitere Regionen auszuweiten. Klimaresiliente Infrastruktur, professionelles Betriebsmanagement und digitale Überwachungssysteme verbessern die Zuverlässigkeit der Versorgung, reduzieren Wasserverluste und stärken das Vertrauen der Bevölkerung in die Wasserdienstleistungen.

Ein kostendeckendes, reguliertes Tarifsystem schafft die Grundlage für einen langfristig nachhaltigen Betrieb und berücksichtigt gleichzeitig die Erschwinglichkeit für einkommensschwache Haushalte.

Ergänzend werden 30 Studierende praxisnah im Bereich Wasserversorgung ausgebildet und das Sozialunternehmen Miombo Water Supply als professioneller lokaler Wasserversorger aufgebaut.

Der Projekterfolg wird anhand klar definierter Indikatoren gemessen. Ziele:

  • Neue Anschlüsse für 34’000 Menschen
  • Ausbau der Versorgung: Erhöhung der Anschlussquote von 47% auf 90% Versorgung in allen sieben Kleinstädten.
  • Klimaresilienz: Mindestens 60% der Wasserproduktion werden durch erneuerbare Solarenergie betrieben, wodurch die Stromkosten um 30% gesenkt werden.
  • Versorgungszuverlässigkeit: Verbesserung der täglichen Versorgungsdauer von derzeit 7–14 Stunden auf mindestens 18 Stunden pro Tag.
  • Betriebliche Effizienz: Steigerung der Effizienz beim Gebühreneinzug auf über 90% sowie Reduktion physischer Wasserverluste.
  • Kontinuität der Wasserversorgung während Dürreperioden und Stromausfällen im Netz

Insgesamt entsteht nicht nur eine verbesserte Wasserversorgung in einzelnen Gemeinden, sondern ein skalierbares Modell für eine nachhaltige, armutsorientierte Wasserdienstleistung, das langfristig zur strukturellen Verbesserung der Wasserversorgung in der Region beiträgt.

Projektdetails


Anzahl Begünstigte Trinkwasser: 79000 Personen


Organisation: Wasser für Wasser

Weitere(r) Projektpartner: Water for Water Zambia


Beantragte Mittel via SES: 200’000 CHF


Empfehlung durch Aguasan:

Der Antrag von Wasser für Wasser für Sambia ist förderungswürdig. Das Vorhaben testet innovative Betreibermodelle, verknüpft Infrastrukturverbesserungen mit Sensor-gestützten O&M und einer institut. verankerten Ausbildungskomponente.

Second Opinion Aguasan


Nach oben