5 neue Brunnen mit Waldgärten im Dogonland
Das Projekt stärkt die Umweltbildung und die praktischen Kompetenzen zur nachhaltigen Selbstversorgung von Kindern und Jugendlichen im Dogonland (Mali). Der entstehende Waldgarten dient als Lern- und Praxisort für Agroforstwirtschaft, Bodenaufbau und die Gewinnung lokalen Saatguts.
Durch den Bau von fünf Brunnen wird die nachhaltige Bewirtschaftung des Gartens ermöglicht und der Zugang zu Wasser verbessert. Die Projektteilnehmenden lernen wassersparende Bewässerungsmethoden, Regenwassernutzung sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen kennen.
Im Fokus stehen ökologische Anbaumethoden ohne chemische Pestizide und Kunstdünger. Das Projekt trägt damit zur Förderung klimaresilienter Landwirtschaft, zur Verbesserung der Ernährungssicherheit und zur Stärkung nachhaltiger lokaler Wertschöpfung bei.

Projektziele und Auswirkungen
- Sicherer Zugang zu Wasser: Bau und Inbetriebnahme von fünf zusätzlichen Bohrbrunnen, die Kindern und Familien in den beteiligten Dörfern Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen und die Grundlage für Gesundheit, Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung schaffen.
- Aufbau nachhaltiger Waldgärten: Anlage von fünf je 1 Hektar grossen Waldbiogärten nach agroforstlichen Prinzipien mit lokalen Nutz- und Baumarten.
- Förderung von Biodiversität und Klimaresilienz: Pflanzung von mindestens 1’000 Bäumen und Sträuchern, darunter Fruchtbäume, Moringa sowie Schatten- und Nutzbäume, zur Stärkung lokaler Ökosysteme.
- Nachhaltige Selbstversorgung: Entwicklung mehrschichtiger, essbarer Waldgarten-Ökosysteme mit Bäumen, Sträuchern, Kräutern und Bodenbedeckung sowie Einrichtung von Gemüseanbauflächen für die praktische Ernährungsausbildung.
- Stärkung lokaler Kompetenzen: Ausbildung von 200–300 Jugendlichen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in:
- wassersparender Bewässerung und Regenwassernutzung
- agroökologischen Anbaumethoden ohne chemische Pestizide und Kunstdünger
- Bodenaufbau, Kompostierung und lokaler Saatgutgewinnung
- gemeinschaftlicher Projektarbeit und Übernahme von Verantwortung
- Geschlossene Nährstoffkreisläufe: Einführung kleiner Hühnerhaltungen zur Produktion von organischem Dünger und zur Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Kreisläufe.
Ergänzende Wirkung
Das Projekt bezieht Kinder und Familien der beteiligten Dörfer umfassend ein. Eine Kerngruppe von Jugendlichen erhält eine vertiefte praktische Ausbildung und gibt ihr Wissen im Rahmen eines Peer-Learning-Ansatzes an weitere Kinder, Familien und Gemeinschaftsmitglieder weiter. Dadurch werden nachhaltige Anbaumethoden auch in den Haushalten verankert und langfristig weiterverbreitet.
Projektdetails
Anzahl Begünstigte Trinkwasser: 8120 Personen
Projektdauer: 05.2026 – 12.2029


